OffPage-Wettbewerbsanalyse (Step-by-Step-Anleitung) | Die Linkagentur

OffPage-Wettbewerbsanalyse (Step-by-Step-Anleitung)

In verschiedenen anderen Blog-Beiträgen habe ich immer wieder empfohlen, zu Anfang der OffPage-Optimierung eine Wettbewerbsanalyse durchzuführen. Die Gründe dafür kannst Du in diesem Beitrag nachlesen. Um den Nutzen noch etwas genauer zu veranschaulichen, möchte ich an dieser Stelle einmal zeigen, wie wir bei einer Wettbewerbsanalyse vorgehen und auf was wir achten. 

Steigen wir direkt ein …

Wettbewerber identifizieren

Im ersten Schritt müssen natürlich die Wettbewerber identifiziert werden. Sofern diese nicht vom Kunden vorgegeben werden, wählen wir normalerweise jene Portale, die für das relevante Keyword-Set den meisten Traffic bekommen – sprich: am besten ranken. Dies lässt sich zum Beispiel mit Ahrefs leicht ermitteln. 

Darüber hinaus ist uns durchaus auch eine vergleichbare Ausrichtung der Webseiten in Bezug auf Geschäftsmodell und Content der Website wichtig. Häufig kann es passieren, dass große Portale viel Traffic erhalten. Das können zum Beispiel Vergleichsseiten oder ähnliches sein, die ein etwas anderes Geschäftskonzept haben als das Kundenprojekt. Diese werden nur in Ausnahmefällen berücksichtigt, wenn sie beispielsweise sehr dominant sind. 

Benchmark erstellen und Aufwand abschätzen

Einen Schritt, den die meisten auch noch gehen, ist ein Benchmark der Wettbewerber. Wir achten hier insbesondere auf die Anzahl der verweisenden Domains, neue verweisende Domains (letzte 60 Tage), verweisende IPs, Domain Rating, DoFollow-Anteil und verlinkte Domains. 

Hierbei macht es Sinn, sich nicht nur die Durchschnittswerte anzuschauen, sondern auch das komplette Daten-Set mit den Zahlen zu den einzelnen Wettbewerbern, um Unterschiede zu erkennen. Bei gewöhnlich etwa fünf Wettbewerbern ist dieses überschaubar. Es sind keine umfangreichen statistischen Auswertungen (Varianz etc.) notwendig, um ein Gefühl für die Zahlen zu bekommen. 

Wichtig ist zu beachten, wie schnell die aktuellen Link-Profile entstanden sind (Linkwachstum), um abschätzen zu können, wie schnell später Backlinks aufgebaut werden können.

Mit diesen Zahlen kann dann leicht ermittelt werden, wie viele Backlinks notwendig sein werden (wir planen hier mit verweisenden Domains), um erfolgreich zu sein. Werte wie das Domain Rating und der DoFollow-Anteil lassen erste Rückschlüsse auf die Qualität der Backlinks, die die Wettbewerber haben, und die Art zu. 

Analyse der tatsächlichen Links

Soweit gehen in ihrer Analyse noch viele. Schließlich kann ohne einen soliden Benchmark der Aufwand kaum seriös abgeschätzt werden. Wir gehen dann aber noch einen Schritt weiter und schauen uns tatsächlich die einzelnen Links der Wettbewerber an. 

Wichtig hierbei: Das machen wir in der Regel (Ausnahme bei sehr großen Link-Profilen wegen dem Kosten-Nutzen-Verhältnis) nicht stichpunktartig, sondern wirklich Link für Link. 

Warum? Natürlich entsteht dabei ein hoher Aufwand. Jedoch ist es aus meiner Sicht zentral, genau zu wissen, welche Backlinks die Wettbewerber haben und wie hochwertig diese sind. 

Denn – so meine Erfahrung: Weicht die Qualität der eigenen Links von der der Wettbewerber stark ab (in beide Richtungen), führt das zu negativen Ergebnissen. 

Und da man über Stichproben schnell ein verzerrtes Bild bekommen kann, hilft nur viel Fleißarbeit und eine umfangreiche Analyse. Tatsächlich habe ich es auch schon mehrfach erlebt, dass ich meinen ersten Eindruck vom einmaligen “Scannen” des Link-Profils nach der Analyse revidieren musste – gerade bei sehr großen Seiten. 

Das ist natürlich viel Arbeit und macht auch selten Spaß, aber es hilft am Ende des Tages enorm und sorgt für planbarere Erfolge. 

Das Nebenprodukt dieser Arbeit ist dann meist eine Liste mit Links, die einfach nachgebaut werden können. Somit hat man direkt die ersten Link-Quellen zur Hand und kann danach schnell und unkompliziert starten. 

Um den Aufwand einigermaßen in Grenzen zu halten, empfehle ich allerdings eine Einschränkung: Ich sortiere mir die Links meist nach Domain-Rating und filtere alles unter Domain-Rating 20 heraus (bei kleinen Link-Profilen geht auch etwas niedriger).

Warum? Es ist logischerweise sinnlos, sich durch offensichtliche Spam-Backlinks zu klicken. Allerdings werfe ich doch immer einen Blick auf die Liste und schaue mir an, wie viele es davon bei den Wettbewerbern gibt. Hier kann man zum Beispiel schnell sehen, ob möglicherweise Negativ-SEO in der Branche betrieben wird und sich bereits darauf einstellen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch immer wieder Beispiele, wo solche billigen Links durchaus etwas bewirken können. 

Linkaufbau-Plan erstellen

Mit diesen Ergebnissen kann dann relativ unkompliziert ein Linkaufbau-Plan erstellt werden. Aus den oben genannten Schritten ergeben sich die zwei Komponenten, die dafür wichtig sind: 

  • Anzahl der Backlinks und Geschwindigkeit des Linkaufbaus (Benchmark) 
  • Art der Backlinks und erste Link-Quellen (Analyse der tatsächlichen Links) 

Diese Ergebnisse zusammengeführt ergeben einen soliden Linkaufbau-Plan und ermöglichen es auch, schnell und unkompliziert ein notwendiges Budget zu bestimmen.

Abschließende Anmerkung

Die verwendeten Kennzahlen bei diesem Workflow können natürlich abhängig von den verfügbaren Tools angepasst werden. Ich empfehle, nicht nur die Daten aus einem Tool wie Ahrefs oder Majestic zu verwenden, sondern mehrere Quellen oder Anbieter, die diese Daten zusammenführen. 

In verschiedenen Fällen kann es auch sinnvoll sein, den Benchmark umfangreicher zu gestalten und andere Kennzahlen und Auswertungen zu berücksichtigen. Eine Wettbewerbsanalyse kann prinzipiell noch deutlich umfangreicher gestaltet werden, um mehr Details zu berücksichtigen. Aus meiner Sicht lohnt sich dies mit Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis aber nur in Ausnahmefällen. 

Bild: Fotolia.de / vegefox.com

Nicolas Sender
Nicolas Sender
Nicolas Sender ist Gründer und Inhaber der Linkagentur. Er ist verantwortlich für die Führung und den Vertrieb. Er hat mehrere Jahre SEO-Erfahrung aus der Arbeit an Kundenprojekten sowie auch von der Optimierung eigener Webseiten. Nicolas ist Dein Ansprechpartner bei allen Fragen rund um unsere Linkprodukte.

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